Ratgeber

Wellplatten richtig verlegen – so gelingt die fachgerechte Montage

Wellplatten richtig verlegen – so gelingt die fachgerechte Montage. Mit der richtigen Unterkonstruktion, ausreichender Dachneigung und passendem Montagezubehör schaffen Sie die Grundlage für eine langlebige und sichere Überdachung. In diesem Ratgeber erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Wellplatten korrekt zugeschnitten, vorgebohrt und verschraubt werden und worauf Sie bei Überlappung, Wandanschluss und der Auswahl von Kalotten, Schrauben und Abstandhaltern achten sollten.

Wellplatten richtig verlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Montage

Wellplatten sind eine praktische und beliebte Lösung für Terrassenüberdachungen, Carports, Vordächer, Unterstände oder Gartenhäuser. Damit die Platten dauerhaft stabil, dicht und optisch sauber montiert sind, kommt es auf die richtige Unterkonstruktion, ausreichende Dachneigung und die passende Verschraubung an.

In dieser Anleitung erklären wir Schritt für Schritt, wie Wellplatten richtig verlegt werden, welches Zubehör benötigt wird und welche Fehler bei der Montage unbedingt vermieden werden sollten. Eine große Auswahl an Wellplatten aus Polycarbonat, Acrylglas, PVC und GFK findest du direkt bei Stegplattenguru.

1. Die richtige Unterkonstruktion für Wellplatten

Die Unterkonstruktion sollte stabil und möglichst verzugsfrei sein. Geeignet sind zum Beispiel verzugsfreie Holzarten wie Leimbinder oder eine Unterkonstruktion aus Metall, Stahl oder Aluminium.

Bei der Querlattung empfehlen sich Vierkantlatten mit etwa 40 x 60 mm. Der Abstand der Querlattung sollte maximal 80 cm betragen.

Verzugsfreie Konstruktion

Ideal sind Leimbinder, Aluminium oder Stahl, da diese Materialien besonders formstabil sind.

Maximal 80 cm Abstand

Die Querlattung sollte nicht weiter als 80 cm auseinanderliegen, damit die Platten sicher aufliegen.

Mindestens 7° Dachneigung

Für einen sauberen Wasserablauf sollte die Dachneigung mindestens 7° betragen.

Optimal sind 10°

Eine Dachneigung von etwa 10° ist optimal und hilft, Hitzestau und Wasserprobleme zu vermeiden.

Wichtig: Um Hitzestau auf der Unterkonstruktion zu vermeiden, sollte auf der Oberseite der Querlattung ein Aluminiumklebeband angebracht werden. Alternativ kann die Oberseite weiß gestrichen werden.

2. Wellplatten vorbereiten und zuschneiden

Falls nötig, werden die Wellplatten vor der Montage auf das passende Maß zugeschnitten. Achte dabei auf die gewünschten Dachüberstände und darauf, dass die Platten sauber auf der Unterkonstruktion aufliegen.

Wellplatten sollten nach Möglichkeit immer entgegen der Hauptwindrichtung verlegt werden. Das ist wichtig, weil die Platten seitlich überlappt werden und Wind sonst unter die Überlappung drücken könnte.

  • Dachfläche exakt ausmessen.
  • Dachüberstände einplanen.
  • Platten bei Bedarf zuschneiden.
  • Hauptwindrichtung beachten.
  • Erste Platte sauber ausrichten und fixieren.

3. Wellplatten richtig vorbohren

Vor der Verschraubung werden die Wellplatten mit einem Kegelbohrer vorgebohrt. Gebohrt wird auf dem Wellenberg, nicht im Wellental.

Die Bohrungen sollten etwa 4 bis 5 mm größer sein als der Schraubendurchmesser. So kann das Material bei Temperaturveränderungen arbeiten, ohne dass Spannungen entstehen.

Empfohlenes Zubehör: Für saubere Bohrlöcher eignet sich ein Kegelbohrer 3–14 mm.

4. Verschraubung der Wellplatten

Die Wellplatten werden von unten nach oben und von außen nach innen verschraubt. Verschraubt wird auf jedem dritten Wellenberg. Im Bereich der späteren Überlappung wird nicht gebohrt und nicht verschraubt.

Für die Befestigung empfehlen sich passende Kalotten und Edelstahl-Spenglerschrauben. Kalotten verteilen den Druck auf der Platte und helfen, ein Ausreißen bei starken Windkräften zu verhindern.

Zubehör Funktion Link
Kegelbohrer Zum sauberen Vorbohren der Wellplatten Kegelbohrer ansehen
Kalotten Verteilen den Anpressdruck und schützen die Platte Kalotten ansehen
Edelstahl-Spenglerschrauben Zur sicheren Befestigung der Platten Schrauben ansehen
Abstandhalter Empfohlen bei dünneren Platten zur stabileren Montage Abstandhalter ansehen
Wandanschlussprofil Für den sauberen Anschluss zur Hauswand Wandanschluss ansehen

5. Schrauben nicht zu fest anziehen

Ein häufiger Fehler bei der Montage ist das zu feste Anziehen der Schrauben. Die Schraube sollte nur so weit angezogen werden, bis die Dichtung sauber anliegt.

Wird die Schraube zu fest angezogen, kann die Platte unter Spannung geraten oder beschädigt werden. Wird sie zu locker verschraubt, kann Wasser eindringen oder die Platte bei Wind arbeiten.

Merksatz: Die Dichtung muss sauber anliegen, darf aber nicht gequetscht werden.

6. Überlappung der Wellplatten

Die folgenden Platten werden jeweils mit einer seitlichen Überlappung verlegt. In der Regel wird eine Welle überlappt.

Bei einer Dachneigung unter 10° oder bei starken Schnee- und Windlasten empfehlen wir, zwei Wellen zu überlappen. Dadurch wird die Dachfläche sicherer und besser gegen eindringendes Wasser geschützt.

Normale Verlegung

Bei ausreichender Dachneigung wird in der Regel eine Welle überlappt.

Höhere Belastung

Bei geringer Dachneigung oder hoher Schnee- und Windlast sollten zwei Wellen überlappt werden.

Wichtig: In der Überlappung wird nicht verschraubt. Die Verschraubung erfolgt immer außerhalb des Überlappungsbereichs auf dem Wellenberg.

7. Abstandhalter bei dünneren Wellplatten

Bei dünneren Wellplatten sollten zusätzlich Abstandhalter verwendet werden. Sie stützen die Platte im Bereich der Verschraubung und sorgen dafür, dass die Form der Welle erhalten bleibt.

Gerade bei dünnen Platten können Abstandhalter helfen, die Montage stabiler und sauberer auszuführen.

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8. Wandanschlussprofil montieren

Wenn ein Wandanschlussprofil verwendet wird, sollte die obere Plattenreihe zunächst noch nicht vollständig befestigt werden. Sobald alle Platten liegen, kann das Wandanschlussprofil angebracht werden.

Das Wandanschlussprofil wird mit der oberen Reihe verschraubt. Auch hier gilt: nur auf dem Wellenberg bohren und verschrauben.

  • Wandanschlussprofil ausrichten.
  • Auf dem Wellenberg vorbohren.
  • Mit der oberen Plattenreihe verschrauben.
  • Zusätzlich mit geeigneten Schrauben an der Wand befestigen.
  • Je nach Mauerwerk passende Dübel verwenden.
  • Fuge zwischen Wand und Wandanschluss mit Silikon abdichten.

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Die wichtigsten Montageschritte im Überblick

Schritt Was ist zu tun? Wichtig
1. Unterkonstruktion prüfen Verzugsfreie Konstruktion aus Holz, Aluminium oder Stahl herstellen Querlattung max. 80 cm Abstand
2. Dachneigung beachten Dachfläche mit ausreichender Neigung planen Mindestens 7°, optimal ca. 10°
3. Platten zuschneiden Platten bei Bedarf auf Maß bringen Dachüberstände beachten
4. Vorbohren Mit Kegelbohrer auf dem Wellenberg bohren Bohrloch 4–5 mm größer als Schraube
5. Verschrauben Von unten nach oben und außen nach innen montieren Kalotten verwenden
6. Überlappen Eine oder zwei Wellen überlappen In der Überlappung nicht verschrauben
7. Wandanschluss montieren Profil verschrauben und zur Wand abdichten Fuge mit Silikon abdichten

Häufige Fehler bei der Montage von Wellplatten

Zu geringe Dachneigung

Unter 7° kann Wasser schlechter ablaufen. Das erhöht das Risiko für Undichtigkeiten.

Falsches Bohren

Bohrungen müssen auf dem Wellenberg erfolgen und größer als der Schraubendurchmesser sein.

Schrauben zu fest angezogen

Zu starkes Anziehen kann die Platte beschädigen oder Spannungen erzeugen.

In der Überlappung verschraubt

In der Überlappung sollte nicht verschraubt werden, damit die Platten sauber arbeiten können.

Fazit: Wellplatten richtig verlegen mit sauberer Vorbereitung

Die richtige Montage von Wellplatten beginnt mit einer stabilen und verzugsfreien Unterkonstruktion. Wichtig sind außerdem eine ausreichende Dachneigung, korrektes Vorbohren, passende Kalotten, die richtige Überlappung und eine saubere Abdichtung am Wandanschluss.

Wer diese Punkte beachtet, erhält eine langlebige, stabile und optisch saubere Überdachung mit Wellplatten.

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Häufige Fragen zur Verlegung von Wellplatten

Welche Dachneigung brauchen Wellplatten?

Die Dachneigung sollte mindestens 7° betragen. Optimal sind etwa 10°, damit Wasser gut ablaufen kann und Hitzestau reduziert wird.

Wo werden Wellplatten verschraubt?

Wellplatten werden auf dem Wellenberg verschraubt. Vorgebohrt wird mit einem Kegelbohrer.

Wie groß müssen die Bohrlöcher sein?

Die Bohrlöcher sollten etwa 4 bis 5 mm größer sein als der Schraubendurchmesser, damit das Material arbeiten kann.

Wie viele Wellen müssen überlappt werden?

In der Regel wird eine Welle überlappt. Bei Dachneigung unter 10° oder hoher Schnee- und Windlast empfehlen sich zwei Wellen Überlappung.

Wann braucht man Abstandhalter?

Bei dünneren Wellplatten sollten Abstandhalter verwendet werden, damit die Platten im Bereich der Verschraubung stabil unterstützt werden.

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